Studierende aktiv für weltweite Gesundheit

Herzlich Willkommen auf der Internetseite von StuDifäm - Studenten für Gesundheit in der Einen Welt! Wir sind eine aktive Gruppe von Studenten für Studenten. Mit unseren Aktivitäten knüpfen wir an das Engagement des Difäm - Deutsches Institut für Ärztliche Mission e. V. an und unterstützen Entwicklungsprojekte im Ausland konkret durch öffentliche Aktionen in Tübingen. Zudem organisieren wir Informationsabende für unsere Kommilitonen rund um tropenmedizinische und entwicklungspolitische Themen.

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Update: Pandemie und Hunger

Hier ein Update zum Thema Pandemie und Hunger, das wir im Juli im Rahmen eines Seminars behandelt haben:

Hey, geschafft! Prüfungen vorbei, jetzt ist es rum. Dieses spezielle Semester – Studieren während einer Pandemie. Wir alle – Studierende und Dozierende – können uns auf die Schulter klopfen. Und haben uns eine wohltuende Sommerpause verdient – mit Essen, einem kühlen Bier etc.

Ehrlich - die folgenden Zeilen sollen kein schlechtes Gewissen machen. Warum sollten wir uns es nicht gut gehen lassen. Vielleicht ergibt sich dennoch ein Moment des Innehaltens, in dem man dankbar ist, dass alles so glimpflich verlief, und an all die Menschen denkt, bei denen ein Ende der Krise nicht in Reichweite ist bzw. bei denen die große Krise vielleicht noch kommt.

Im Webinar am 7.7.2020 hatten wir über Mangelernährung und Hunger gesprochen, und wie die Covid-Pandemie diesen verschärft.

Am Montag, dem 13.07.2020, veröffentlichte die FAO („Food and Agriculture Organisation“ der UN) zusammen mit u.a. dem WFP („World Food Program“) und UNICEF in Rom einen aktuellen Bericht (SOFI 2020), in dem die dramatische Lage bezüglich Ernährungssicherheit, die zu Beginn der Pandemie befürchtet wurde, nochmals durch neue Daten bestärkt wird.

Diese unterstützen die Prognose, dass bis Ende 2020 270 Millionen Menschen (anstatt der prä-Covid-berechneten 145 Millionen Menschen) von „acute food insecurity“ betroffen sein könnten. Das könnte zum Beispiel bedeuten, dass in den nächsten 6 Monaten bis zu 6000 Kinder durch Mangelernährung in bereits überlasteten Gesundheitssystemen sterben könnten – pro Tag!

5 Wege, auf denen Covid-19 die Mangelernährung schüren könnte:

1. Steigende Arbeitslosigkeit reduziert die Kaufkraft eines Haushalts und behindert den Zugang zu Lebensmitteln

2. Reduzierte Verfügbarkeit von Lebensmitteln, verminderte Produktivität der Landwirtschaft, verlangsamte oder abgebrochene Versorgungsketten, steigende Preise

3. Bereits geringe ökonomische Kapazitäten von Regierungen/Staatssystemen werden „overstretched“ => kein Schutz vulnerabler Gruppen, Kollaps staatlicher Sozialsysteme (wenn vorhanden)

4. Verschärfung von bestehenden sozial-ökonomischen und politischen Krisen/ politische Unruhen

5. Verschärfung von gewaltsamen Konflikten/ Behinderung von Friedensprozessen & Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen (Gewalt/Krieg als „key-driver“ für Hunger!)

Für viele Menschen – zu vielen – scheint das Licht am Ende des Tunnels nicht heller zu werden, sondern sich eher zu verdunkeln.

Vielleicht können wir uns in den kommenden Sommermonaten mit Freunden oder Familie, an dieses Thema erinnern, darüber diskutieren, für sich zu einem Schluss kommen oder nicht. Oder für sich entscheiden, wie man selbst mit Nahrung umgehe. Was ich als Teil dieser Welt tun kann, was nicht. Und dankbar dafür sein, dass es uns gut geht.

Viel Glück bei eventuell noch anstehenden Prüfungen, und schöne Ferien!

Online-Vortrag: Frauengesundheit in der einen Welt am 22.7.20 um 17 Uhr

Herzliche Einladung!

Wir, die Studierendengruppe Studifäm, laden Euch herzlich ein zu einem Online-Vortrag zum Thema „Frauengesundheit in der Einen Welt“

In Zeiten von Corona müssen wir alle unseren Alltag auf den Kopf stellen. Wir schränken uns ein, um die Gesundheit von uns und unseren Mitmenschen zu schützen. Wir schränken uns ein, um die Krankenhäuser nicht zu überlasten, damit jede und jeder, falls nötig, eine gute medizinische Versorgung erhalten kann. Unter diesen Umständen und bei den Hürden, die es noch zu überwinden gilt, vergisst man schnell, dass es uns in Deutschland immer noch relativ gut geht.

Daher lohnt es sich gerade jetzt, einen Blick über den Tellerrand zu werfen und Themen anzusprechen, die zu oft übergangen werden.

Wir möchten auf das wichtige Thema „Frauengesundheit in der Einen Welt“ aufmerksam machen und danken unseren Rednerinnen, Frau Dr. Giesela Schneider, Frau Stefanie Hofstetter und Frau Dr. Andrina Kölle, die sich bereit erklärt haben, uns von ihren Erfahrungen zu berichten.

Frau Dr. Gisela Schneider ist Direktorin des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission (Difäm), sie wird uns vom Thema Frauengesundheit und ihren Erfahrungen bei ihrer Arbeit im Kongo berichten.

Frau Stefanie Hofstetter ist Hebamme und war für Ärzte ohne Grenzen in mehreren afrikanischen Ländern und auf dem Rettungsboot „Ocean Viking“ im Einsatz. Sie wird uns die Herausforderungen, die die Geburtshilfe in Entwicklungsländern mit sich bringt, schildern.

Frau Dr. Andrina Kölle ist Frauenärztin am Universitätsklinikum Tübingen und wird über das Thema Genitalverstümmelungen referieren.

Neugierig geworden? Dann tragt Mittwoch, den 22. Juli, 17 Uhr in euren Kalender ein! Den Einladungslink zum Vortrag findet Ihr unten in der Mail.

Wir freuen uns auf spannende Vorträge, Eure Fragen und anregende Diskussionen!

Hier noch ein kurzes Video des Difäm zum Thema Frauengesundheit: https://difaem-helfen.de/

Euer Studifäm Team